Tonder

Das kleine Städtchen Tonder war einst eine große Seehandelßtadt. Am Rand der Tonder Marsk gelegen, wurde die Stadt im 16. Jahrhundert eingedeicht und der Hafenhandel beendet. Man legte den Schwerpunkt auf den Silberhandel und aufs Klöppeln. Die prächtigen Patrizierhäuser in der Innenstadt wie „Det Gamle Apothek“ (Alte Apotheke) zeugen davon, daß die Tonder hiermit gutes Geld verdient haben müßen. Im Tonder Museum können die Werke der damals 12.000 Klöpplerinnen besichtigt werden.

Im stattlichen Bürgerhaus „Drohses Hus“ werden besonders herrliche Klöppelarbeiten ausgestellt. Sehenswert ist auf jeden Fall die „Slotgade“. Sie ist Dänemarks schönste Dorfstraße und führt im knapp 6km entfernten örtchen Mogeltonder zum Schloß Schackenburg. 1996 wurden Kronprinz Joachim und Prinzeßin Alexandra die Außenrenovierung des Barockschlößchens zur Hochzeit geschenkt. Bis zu deren Scheidung haben sie es bewohnt. Die Schloßstraße mit Katzenkopfsteinpflaster ist von Linden gesäumt und die reetgedeckten Backsteinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen allesamt unter Denkmalschutz. Sie wurden früher von den Bediensteten der Grafenfamilie Schack bewohnt.