Geschichte Dänemarks

Geschichte Dänemarks

Dänemark wurde um 980 erstmals von Harald Blauzahn geeint. Bis in das 11. Jahrhundert wurden Dänen, Schweden und Norweger als Wikinger bezeichnet, die sowohl Handel betrieben als auch Kolonien gründeten. Berüchtigt waren die Wikinger aber auch für ihre Plünderungen und Kriege.

Dänemark kontrollierte im Laufe der Geschichte mehrfach die Gebiete Englands, Norwegens, Schwedens und Teile der Ostseeküsten und Norddeutschlands. 1648 fiel das eigentliche Herkunftsgebiet der Dänen, Schonen, Blekinge und Halland an Schweden. Der Frieden von Kiel 1814 löste die dänisch-norwegische Personalunion auf und Norwegen ging an Schweden. Island (bis1944), Dänisch-Westindien (bis 1917), die Färöer und Grönland blieben bei Dänemark.

In den 1830er Jahren wurde die Dänische Nationalbewegung immer stärker und 1849 etablierte sich in Dänemark eine konstitutionelle Monarchie und erhielt seine erste Verfaßung.

1846 verlor Dänemark nach dem Zweiten Schleswigschen Krieg Schleswig an Preußen und Holstein an österreich. Durch diese Niederlage veränderte sich die nationale Identität Dänemarks. Fortan prägte die dänische Außenpolitik ein großes Maß an Neutralität.

Nach dem Ersten Weltkrieg verschob sich die deutsch-dänische Grenze nach Süden und 1920 wurde der bis heute gültige Verlauf festgelegt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Dänemark kampflos von Deutschland besetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Dänemark Gründungsmitglied der Nato und wurde 1973 nach einer Volksabstimmung Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.

Die häufige Grenzverschiebung der Geschichte hatte zur Folge, daß es auf beiden Seiten der Grenze bis heute Minderheiten in der Bevölkerung mit der jeweils anderen Nationalität mit besonderen Rechten gibt. In Deutschland spiegelt sich daß darin wieder, das bei Landtagswahlen in Schleswig Holstein der Südschleswigsche Wählerverband von der Fünf-Prozentklausel ausgeschloßen und im Kieler Landtag vertreten ist.