Inseln Dänemarks in der Ostsee

Auch die Ostsee hat viele wunderschöne dänische Inseln zu bieten. Den Anfang macht Samsø, gelegen im Kattegat genau zwischen Seeland und Jütland. Die Länge beträgt etwa 28 Kilometer von Norden nach Süden und an der breitesten Stelle misst sie knapp sieben Kilometer. Vor allem im Sommer kommen hier viele Urlauber her. Bekannt ist die Insel als dänische Taille aufgrund ihrer charakteristischen Form. Denn zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil beträgt die Breite der Insel nur ein paar hundert Meter, so dass sich dort zwei sehr schöne Sandstrände bilden konnten. In der Bucht von Nordby findet sich der längere Sandstrand, der ebenso die besten Surfplätze bietet, und zwar an einigen Stellen mit Stehrevier. Der auf der Ostseite gelegene Stavns Fjord steht nämlich unter Naturschutz, und die Landzunge mit fünf Kilometern Länge wird während der Brutzeit sogar komplett für die Seevögel gesperrt.

Noch relativ nah an der deutschen Grenze zu Dänemark befindet sich die Insel Fünen, welche mithilfe einer großen Brücke mit dem dänischen Festland verbunden ist. Berühmt geworden ist die Insel durch ihren großen Dichter und Märchenerzähler Hans Christian Andersen, der hier vor mehr als 200 Jahren geboren wurde. Hier findet sich sowieso viel Geschichte in Form von alten Herrensitzen und Schlössern wieder, die teilweise auch besichtigt werden können. Natur hat Fünen auch viel zu bieten, und zwar ist die Insel sehr grün, mit vielen Buchenwäldern und goldenen Feldern, die auch Künstler immer wieder in eine Ferienwohnung an der Ostsee locken und zum malen und zeichnen einladen. Die Strände sind vielerorts sehr kinder- und hundefreundlich, da sie an vielen Stellen seichtes Wasser zu bieten haben. Ebenso gibt es Strände mit Steilküsten sowie viele Naturstrände für Sportangler. Als drittgrößte Stadt Dänemarks und Hauptstadt der Insel gilt Odense, wo man nicht nur gut Einkaufen gehen kann, sondern auch zahlreiche Museen und andere Sehenswürdigkeiten findet.

Ærø dagegen ist sicherlich jedem begeisterten Segler ein Begriff. Die mit nur 25 Kilometern Länge sowie acht Kilometern Breite recht kleine Insel gehört jedoch zu den reizvollsten im südfünischen Inselmeer. Aufgrund seiner Größe bietet sich auf der Insel das Rad als Fortbewegungsmittel geradezu an, und die Hauptstadt Ærøskøbing gilt als schönstes Städtchen in ganz Dänemark. Geschichte findet man auch hier auf Schritt und Tritt, so gibt es auf Ærø unzählige Hünengräber, Dolmen und Ganggräber, die bereits vor über 10.000 Jahren errichtet wurden. Früher lag die Insel außerhalb der Zollmauern, weshalb viele Inselbewohner sich ihren Lebensunterhalt mit Schmuggeln verdient haben. Die kleine Stadt Ærøskøbing gilt zu Recht als schönste Stadt Dänemarks und steht komplett unter Denkmalschutz, stammt sie doch aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Von außen betrachtet wirken hier Fassaden und Häuschen wie in einer Puppenstube, doch hinter den Mauern verbirgt sich natürlich der übliche Komfort des 21. Jahrhunderts, so dass man sich hier auf eine gut eingerichtete Ferienwohnung in Dänemark verlassen kann.

Møn gilt als Antwort Dänemarks auf die Insel Rügen. Majestätische Kreidefelsen mit lichten Laubwäldern bilden eine herrliche Kulisse neben den wunderschönen Steilküsten, die zu ausgedehnten Spaziergängen und Muschelsuche einladen. Møns Klint, so der Name, ist aus winzigen Organismen mit Kalkschalen entstanden, die vor über 70 Millionen Jahren das nördliche Korallenmeer bevölkert haben. Diese Natur ist immer noch lebendig und in Bewegung, so dass man hier spannende Sachen finden kann. Versteinerte Seeigel, Donnerkeile und auch Kugelflintsteine kann man hier entdecken und mitnehmen. Zwei Ferienhaussiedlungen gibt es hier auf der Insel, und zwar Ulvshale und Råbylille. Ulvshale ist das größere Gebiet, welches näher am Badestrand liegt und kinder- und hundefreundlicher ist, da die Küste an dieser Seite flach ist. Råbylille ist als Ferienhausgebiet noch relativ neu, bietet dafür viele große Häuser mit hohem Standard. Hier herrscht ein Naturstrand vor, der viele Wellenbrecher aufweist. Hier ist die Strandqualität gemischt, teilweise gibt es Steine, an manchen Stellen aber auch guten Sandstrand.

Bornholm gilt als „Perle der Ostsee“. Die Größe beträgt 30 mal 40 Kilometer, sprich sie ist recht kompakt. Gelegen ist die Insel ziemlich weit draußen, eigentlich näher an Polen und Schweden als an Dänemark. Hier kommen am liebsten Familien mit Kindern und Hund her, die dann die vielen Ferienhäuser auf der Insel bevölkern, und das nicht nur zur Hauptsaison im Sommer. Kurze Wege, ein gutes Angebot an Ausflugsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten machen die Insel sehr sehenswert. Natürlich gibt es hier keine Sonnengarantie, aber auf Bornholm gibt es statistisch gesehen mehr Sonnenstunden und weniger Niederschlag als im Rest Dänemarks, was für eine besondere Flora und Fauna auf der Insel sorgt. Sogar exotische Pflanzen wie Mandeln, Pfirsiche und Feigen wachsen hier zu beeindruckender Größe heran. Die Badesaison ist hier im Durchschnitt einen Monat länger zu genießen als auf dem Festland, und die Wassertemperaturen für einen Badeurlaub sind Ende August und Anfang September am Besten. Im Süden der Insel gibt es die meisten Ferienhäuser, viele direkt am 25 Kilometer langen Sandstrand gelegen. Auch hier zählt der weiße und feinkörnige Strand zu den schönsten Europas und galt jahrelang als Exportschlager für die Befüllung von Eieruhren.